Everytime
Aussage: Tod - Antwort: asozial?

Gestern ist der Vater von einem meiner Klassenkameraden verstorben.
Als wir das heute erfahren haben, wollten 'wir' natürlich auch irgendwie versuchen meinem Klassenkameraden, der heute natürlich nicht in die Schule gekommen ist, zu helfen.
Mit zwei Freunden haben wir dann mal überlegt, was man denn tun könnte ... aufjedenfall eine Trauerkarte, genauso wie auch ein Trauerkranz für uns selbstverständlich war ...
Naja, aufjedenfall wollten wir dann zum Schulleiter gehen und fragen, ob die Möglichkeit einer Befreiung der Klasse oder ausgewählter Schüler für die Beerdigung in Frage käme, davon haben jedoch ein paar Leute Wind bekommen, denen diese Idee nicht so gut gefallen hat.
Am Ende ist es dann zu einer Diskussion gekommen, deren Schlussfolgerung darin besteht, das es der Klasse bzw. mehr als der Hälfte der Klasse, egal wäre, was mit dem Vater passiert sei, da es ja nicht ihr Elternteil oder eines ihrer besten/coolen Freunde wäre. Sie würden nicht zu einer Beerdigung gehen, sie wollen kein Geld (1€ pro Person) für einen Trauerkranz ausgeben und die Karte, die sie nichts kostet, weil sich keiner von uns die Mühe macht 10 Cent von jedem einzusammeln, sondern das Geld einfach rauslegt, war gewissen Leuten auch schon zu viel.

Ehrlich gesagt, ich bin gerade (ein klein bisschen - nein, verdammt groß schockiert.
Wo sieht/hört man denn sowas?
Ist die jugendliche Gesellschaft schon so tief gesunken?
"Ist ja nicht mein Vater, also ist es mir scheißegal was mit ihm los ist."
Ähh? Naja, mir fehlen die Worte ... etwas mehr Anteilnahme bei solchen Begebenheiten kann man ja wohl noch erwarten ... wie würden die sich denn fühlen, wenn ihnen jemand sagen würde, das es ihnen scheißegal wäre, das ein Elternteil verstorben sei.
Ich kann solches Verhalten weder verstehen noch akzeptieren ... ich nenne sowas schlichtweg asozial.

4.5.07 15:31


Sommer '07 - Oxford

Heute, um 15:25, hab ich doch tatsächlich eine drei wöchige Schülersprachreise nach Oxford, in das St. Hugh's College, gebucht.
Ich, eine Person, die Fremden gegenüber sehr introvertiert und schüchtern ist. Sich nie traut jemanden Fremden anzusprechen, Angst (?) davor hat, eine Fremdsprache zu sprechen und auch irgendwie nicht gerade sehr selbstständig ist, soll drei Wochen im schönen alten Oxford verbringen. Ich, ganz alleine. Ohne Freunde, ohne Familie, ohne auch nur ein bekanntes Gesicht in einem fremden Land, dessen Sprache ich nicht sonderlich gut beherrsche und in dem ich Angst habe, diese zu sprechen.
Angst davor, mich vor Einheimischen oder anderen Schülern zu blamieren.
Ich weiß nicht, was mich heute geritten hat, dieser Fahrt zuzustimmen. Ich weiß, das ich gerade auf der Suche nach Veränderungen bin. Veränderungen in meinem Leben, Veränderung meiner Art.
Aber ist das die richtige Art und Weise?
Vielleicht gibt mir diese Fahrt endlich den Anstoß mich zu verändern, vielleicht soll sie eine Herausforderung sein; aber vielleicht ist sie auch nur eine Flucht. Eine Flucht vor mir selber, vor dieser Person, die ich kaum mag.
Im Hintergrung schlummert der Gedanke von drei schönen Wochen. Drei schöne Wochen, in denen ich meine Hemmungen überwinden kann, in denen ich viele schöne Eindrücke von Oxford, London und England im allgemeinen mitnehmen kann und in denen ich eventuell auch noch ein paar nette Leute kennen lerne, mit denen ich weiterhin in Kontakt bleiben kann.
Aber was ist, wenn diese "Wünsche" nicht im geringsten erfüllt werden?
Ich weiß nur allzu gut, wie schwer es für mich ist, meine Sprachhemmungen zu überwinden. Ich habe ja nicht einfach so vor inzwischen 10 Jahren Griechisch und Polnisch zu sprechen aufgehört und habe in fast allen Schulfächern grässliche mündliche Noten, vorallem in Englisch, da ich da echt kaum meinen Mund aufkriege, wobei es in Spanisch auch nicht besser aussieht. Auch weiß ich, wie angespannt und zurückgezogen ich bei mir fremden Menschen reagiere. Wie soll ich mit mir fremden Menschen umgehen? Wie soll ich sie überhaupt erst ansprechen? Nicht mal das krieg ich ja hin, wodurch es auch nicht verwunderlich ist, das ich sogut wie nie neue Menschen kennen lerne, geschweige denn neue Freunde gewinne.
Wie soll ich bloß in Oxford klar kommen *sfz*
Mich muss echt der Teufel geritten haben, als ich auf den bescheuerten Button "Anmeldung bestätigen" gedrückt habe...
... und jetzt gibt es kein zurück mehr.

18.4.07 19:03


March of the Penguins

Auch ich habe mich dazu durchgerungen gestern Abend den Film "Die Reise der Pinguine" zu schauen. Ehrlich gesagt ... ich war fasziniert, fasziniert von den Bildern, den Aufnahmen ... es waren nicht nur wunderschöne Aufnahmen von den Pinguinen, sondern auch von der Landschaft. Bildlich finde ich den Film also sehr gelungen.
Jedoch fand ich den Informationsgehalt ziemlich mager ... im Endeffekt hat man eigentlich viel zu wenig über das Leben der Kaiserpinguine erfahren, was mich aufgrund der so schönen Aufnahmen etwas enttäuscht hat.
Trotzdem fand ich den Film klasse, auch wenn dieses größtenteils nur an den wunderschönen Aufnahmen lag

10.4.07 12:03


...xristos anesti...



08. April 2007 -> Ostern in Deutschland und Ostern in Griechenland
Das heißt, das ich heute nicht nur Ostern, sondern auch meinen Namenstag 'feiern' durfte.
Also ich wünsche euch allen da draußen noch ein schönes Osterfest und allen, die irgendeinen Namen, der sich von 'Pasch(k/c)a' ableitet, besitzen, auch einen schönen Namenstag.

Leider ist es dieses Jahr mit Ostern in Griechenland feiern auch nichts geworden. Irgendwie kommt jedes Jahr was dazwischen. Wenn es nicht gerade verschobenes Datum ist, sondern Ostern auf den gleichen Tag fällt, dann kommt doch immer was dazwischen. Entweder die Arbeit meiner Eltern oder die Schule. Langsam ärgert mich das, da ich noch nie in Griechenland feiern konnte, wobei ich das sehr gerne täte, da nicht nur Ostern ist, was dort ziemlich groß - jedenfalls im Dorf meiner Oma - gefeiert wird, sondern weil ich auch Namenstag habe - und Namenstag ist in Griechenland (eigentlich) wichtiger als der Geburtstag, wodurch dieser auch ziemlich groß gefeiert wird. Und bei meiner riesigen Familie drüben wäre das einfach mal 'geil' mitfeiern zu können, weil wir in Deutschland leider immer alleine sind =/

Also, xristos anesti (=> kalo pasxa => Frohe Ostern :-P)
8.4.07 17:17


'Sea Diamond' - Versunken in der Tiefe

Heute morgen um 7°° griechische Zeit ist die »Sea Diamond«, ein Kreuzfahrtschiff, vor Santorini gesunken, nachdem es gestern auf ein Riff aufgelaufen ist.
Irgendwie bin ich gerade fassungslos ... ich bin ein großer Schifffan, was gerade daher kommt, das ich öfters mal mit einer Fähre von Ancona (Italien) nach Patras (Griechenland) übergesetzt bin ... ich bin fasziniert von diesen Kolossalen schwimmenden Gebilden. Nicht nur von den neuen großen Fähren und Kreuzfahrtschiffen, sondern auch von den alten Segelbooten/schiffen.
Nun wieder ein Schiffsunglück bei Griechenland miterleben zu müssen, man sollte das große Drama im Jahr 2000 nicht vergessen, als dort eine Fähre entzwei gebrochen ist, hat mich irgendwie leicht schockiert.
Vorallem war das so nah am Festland, Glück für die Passagiere und die Besatzung, da hätte der Kapitän einfach nicht das Riff verschlafen dürfen, auf das er am Ende aufgesetzt hat.
Menschliches Versagen ist zwar nichts neues und außergewöhnliches, aber sowas darf einfach nicht passieren. Dieses Riff ist nahezu perfekt katographierten, da kann man doch nicht einfach so mal eben auflaufen, auch wenn die Strömung eventuell stark war.
Wenigstens hatten die Passagiere (bis auf die 2 Vermissten/Toten) Glück gehabt, dass die Schleusen schnell geschlossen werden konnten, wodurch ein sofortiger Untergang verhindert wurde, und das die Havarie so nah am Land statt fand und nicht auf dem offenen Meer, wodurch schnell Hilfe geleistet werden konnte.
Trotzdem hätte die Havarie verhindert werden können, wodurch weder Menschenleben noch die Natur gefährdet worden wäre.

6.4.07 12:51


 [eine Seite weiter]

Designer


On the run

Gratis bloggen bei
myblog.de