Everytime
Aussage: Tod - Antwort: asozial?

Gestern ist der Vater von einem meiner Klassenkameraden verstorben.
Als wir das heute erfahren haben, wollten 'wir' natürlich auch irgendwie versuchen meinem Klassenkameraden, der heute natürlich nicht in die Schule gekommen ist, zu helfen.
Mit zwei Freunden haben wir dann mal überlegt, was man denn tun könnte ... aufjedenfall eine Trauerkarte, genauso wie auch ein Trauerkranz für uns selbstverständlich war ...
Naja, aufjedenfall wollten wir dann zum Schulleiter gehen und fragen, ob die Möglichkeit einer Befreiung der Klasse oder ausgewählter Schüler für die Beerdigung in Frage käme, davon haben jedoch ein paar Leute Wind bekommen, denen diese Idee nicht so gut gefallen hat.
Am Ende ist es dann zu einer Diskussion gekommen, deren Schlussfolgerung darin besteht, das es der Klasse bzw. mehr als der Hälfte der Klasse, egal wäre, was mit dem Vater passiert sei, da es ja nicht ihr Elternteil oder eines ihrer besten/coolen Freunde wäre. Sie würden nicht zu einer Beerdigung gehen, sie wollen kein Geld (1€ pro Person) für einen Trauerkranz ausgeben und die Karte, die sie nichts kostet, weil sich keiner von uns die Mühe macht 10 Cent von jedem einzusammeln, sondern das Geld einfach rauslegt, war gewissen Leuten auch schon zu viel.

Ehrlich gesagt, ich bin gerade (ein klein bisschen - nein, verdammt groß schockiert.
Wo sieht/hört man denn sowas?
Ist die jugendliche Gesellschaft schon so tief gesunken?
"Ist ja nicht mein Vater, also ist es mir scheißegal was mit ihm los ist."
Ähh? Naja, mir fehlen die Worte ... etwas mehr Anteilnahme bei solchen Begebenheiten kann man ja wohl noch erwarten ... wie würden die sich denn fühlen, wenn ihnen jemand sagen würde, das es ihnen scheißegal wäre, das ein Elternteil verstorben sei.
Ich kann solches Verhalten weder verstehen noch akzeptieren ... ich nenne sowas schlichtweg asozial.

4.5.07 15:31
 


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